…und die Banken streiten sich um ihrer selbst…
Verfasst von aktiengutachten am 6. Oktober 2008
Die Schlussmeldung des Handeltages in den USA am 06.10. , der die Talfahrt vom Wochenende fortsetzte (mit einem Rebound in der letzten Handelsstunde des Dow Jones) zeigt die „Stimmung“ im Finance Bereich. Bildhaft gesprochen stürzen sich die Pleitegeier auf ihresgleichen und zerreißen ihre halbtoten bisherigen Mitstreiter im Milliarden-Poker fauler Krediten-Wundertüten…
Zitat dpa-afx:
„Wiederholt standen vor allem Finanzwerte im Mittelpunkt des Interesses: Im Übernahmekampf um die viertgrößte US-Bank Wachovia steht US-Medien zufolge als Kompromiss eine Zerschlagung des Instituts zur Diskussion. Die beiden Kaufinteressenten Citigroup und Wells Fargo verhandelten über eine Aufteilung der Bank, berichtete das „Wall Street Journal“. Citigroup verklagte Wachovia zugleich auf Schadensersatz und Strafzahlungen von insgesamt 60 Milliarden Dollar (44 Mrd Euro), wenn die bereits vor einer Woche verkündete Übernahme scheitern sollte. Die US-Notenbank dringt wegen der prekären Schieflage von Wachovia auf eine rasche Einigung.
Die Citi-Aktien verloren 5,12 Prozent auf 17,41 Dollar und die von Wachovia sanken um 6,92 Prozent auf 5,78 Dollar. Wells Fargo hielten sich dagegen mit minus 2,66 Prozent auf 33,64 Dollar vergleichsweise moderat.
Der Finanzkonzern Bank of America (BoA) stimmte nach der Übernahme des US-Immobilienfinanzierers Countrywide einem Milliardenvergleich zugunsten amerikanischer Hausbesitzer zu. Rund 400.000 in Not geratene Kreditnehmer sollen Erleichterungen von insgesamt mehr als 8,4 Milliarden Dollar erhalten. Die Einigung ist Behörden zufolge der bislang größte Vergleich dieser Art in den USA und soll den Weg für weitere Abkommen mit anderen Banken ebnen. Die BoA-Aktie gab als schwächster Wert im Dow Jones um 6,55 Prozent auf 32,22 Dollar nach. Auch andere Bankenwerte zeigten sich sehr schwach: JPMorgan büßten 4,14 Prozent auf 44,00 Dollar ein und Merrill Lynch verloren 9,26 Prozent auf 24,20 Dollar. …“