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Finanzmarkt-Krise: Was macht die USA dagegen?

Verfasst von aktiengutachten am 3. Oktober 2008

Externe Quelle: UniCredit

- Völlig überraschend stimmte die große Mehrheit der Republikaner im Repräsentantenhaus Anfang der Woche gegen den vom republikanischen Präsidenten George Bush und seinem Finanzminister Hank Paulson vorgelegten Rettungsplan.

- Es folgten hektische Verhandlungen zwischen Regierung und dem Senat mit dem Ziel, die Vorlage vom Montag so zu modifizieren, dass sie den Kongress passieren kann. Der freie Fall des ISM-Einkaufsmanagerindex auf Rezessionsniveau erinnerte die Parlamentarier zudem mit Nachdruck daran, wie kritisch die wirtschaftliche Lage ist.

- Die revidierte Senatsvorlage, die nun eine massive Anhebung der Einlagensicherung beinhaltet, wie sie beide Präsidentschaftskandidaten vorgeschlagen hatten, passierte gestern Nacht den Senat mit einer klaren Mehrheit von 74:25 Stimmen – zumal auch einige steuerliche Maßnahmen eingearbeitet wurden, die den Republikanern entgegen kamen.

- Dem Repräsentantenhaus wird die Senatsvorlage (wahrscheinlich) morgen vorgelegt. Es wird zwar eine enge Abstimmung werden, wir sind aber zuversichtlich, dass sie mit ein, zwei Stimmen Mehrheit auch die zweite Kammer passieren wird.

Die zentralen Fragen

Warum hat der Kongress den ursprünglichen Paulson-Plan abgelehnt?

Beinahe alle Kongressmitglieder waren gegen den ursprünglichen Gesetzentwurf, da dem Finanzminister darin die uneingeschränkte Vollmacht gegeben wurde, die gesamten 700 Mrd USD nach eigenem Ermessen auszugeben. Es war keine Aufsicht durch den Kongress oder eine andere Institution vorgesehen, gerichtliche Überprüfungen wurden ausgeschlossen und die Ausschüttung der Gelder musste durch den Kongress nicht mehr genehmigt werden. Keiner dieser Punkte war im ursprünglichen Auftrag für den Entwurf enthalten. Viele erfahrene Finanzexperten hatten diesen zunächst mutig, klar und attraktiv gefunden. Als aber der tatsächliche Gesetzestext bekannt wurde, wurde er entweder als unklug, unkonstitutionell oder beides bezeichnet. Die Anhörungen am 23. und 24. September von Paulson und Bernanke brachten die scharfe Kritik beinahe aller Republikaner und Demokraten der beiden Kongressausschüsse zu Tage. Senator Dodd nannte den Plan „inakzeptabel“. Einer der ausschlaggebenden Faktoren für diese Einschätzung war die Anhörung Bernankes am 23. September, als dieser erklärte, die US-Treasury würde besicherte Schuldtitel (CDOs) und andere kaum zu bewertende Wertpapiere nicht zu Marktpreisen, sondern annähernd zu dem (geschätzten) Preis kaufen, den sie bei Laufzeitende erzielen dürften. Das bedeutete, dass in dem Paulson-Plan ein enormer Kapitaltransfer von den Steuerzahlen hin zu den Aktionären der teilnehmenden Banken stattfinden würde. Am folgenden Tag versuchte Bernanke zurückzurudern und sagte, die Preise, zu dem die Treasury Not leidende Vermögenswerte erwerben würde, lägen irgendwo zwischen beiden Extremen. Zahlreiche Kommentatoren verwiesen darauf, dass ohne ein externes Kontrollgremium, das die Aktivitäten der Treasury überwacht, eine solche „verdeckte“ Rekapitalisierung des Bankensystems massive Risiken für die Steuerzahler birgt, falls die gekauften CDOs im Lauf der Zeit nicht den Kaufpreis erreichen würden.

Welche Änderungen enthielt die Vorlage von Montag?

Der ursprüngliche Paulson-Plan wurde in sechs Punkten abgeändert. Die Mitglieder der beiden im Kongress vertretenen Parteien verlangten die Einrichtung einer Aufsichtskommission, welche die Anlageentscheidungen und andere von der Treasury eingeführte Prozesse überwachen sollte. Die Demokraten hatten vier Änderungen ausgehandelt: die Beschränkung der Bezüge von Managern der am Programm teilnehmenden Finanzinstitute; eine Aufteilung der 700 Mrd USD auf mehrere Tranchen, wobei der Kongress die letzte Tranche noch zu bewilligen hätte; die Möglichkeit der USTreasury, Warrants zu verlangen, die den Steuerzahlern unter bestimmten Bedingungen eine Beteiligung an den teilnehmenden Instituten bieten würden; und das Versprechen, die Auszahlung der Mittel zu beschleunigen, um Zwangsversteigerungen von in Not geratenen Kreditnehmern zu verhindern. Die Republikaner wiederum strebten einen ganz anderen Ansatz an als den Kauf Not leidender Vermögenswerte. Sie zogen die Einrichtung einer neuen Versicherungsinstitution vor, um die Not leidenden Positionen zu garantieren. Die Treasury hatte dieses Vorgehen bereits geprüft und als nicht praktikabel verworfen. Letztlich schaffte es dieser Ansatz in den Gesetzentwurf, allerdings blieb es dem Finanzminister vorbehalten, diese Klausel nach eigenem Ermessen zu befolgen. Weder die Demokraten noch die Republikaner hatten alle ihre Forderungen umsetzen können. Die Demokraten wollten zusätzlich das Konkursrecht ändern, damit Richter in bestimmten Fällen den Erlass von Hypothekenschulden erzwingen könnten; die Republikaner wollten die Marktpreisbewertung von Vermögenswerten (Mark to Market) abschaffen. In den Verhandlungen mussten beide Seiten immer von ihren Zielen zurückstecken.

Was wurde in der gestrigen Senatsvorlage geändert?

Der ursprüngliche Paulson-Plan war eng auf die Finanzkrise bzw. die Rettung der Banken zugeschnitten – zu eng, wie sich zeigen sollte. Selbst die Kompromisse, die kurz vor Schluss noch in die Vorlage eingearbeitet wurden, zielten darauf ab. Die verheerende Abstimmungsniederlage im Repräsentantenhaus führte jedoch zu einem Strategiewechsel.

In die jüngste Senatvorlage wurden zahlreiche zusätzliche Maßnahmen eingearbeitet:

– Massive Anhebung der Einlagensicherung: Sowohl Mc- Cain als auch Obama hatten den Vorschlag gemacht, die staatliche Einlagenversicherung von 100.000 auf 250.000 USD anzuheben, um unter den Republikanern eine breitere Unterstützung des Rettungsplans zu erreichen. Der Gedanke dabei ist, den umfangreichen Abfluss von Einlagen aus staatlich versicherten Banken und Sparkassen einzudämmen. Dieser Faktor hatte in der letzten Woche für die Übernahme der Washington Mutual durch die Federal Deposit Insurance Corporation auch eine Rolle gespielt. Der Senat stimmte schließlich dieser vertrauensbildenden Maßnahme zu.

– Steuerliche Maßnahmen: Sie beinhalten zahlreiche Steuervergünstigungen für die Unternehmen wie z.B. für den Einsatz erneuerbarer Energien oder Gutschriften für Investitionen in Forschung und Entwicklung. Zudem wird das Konzept der so genannten „alternative minimum tax“, AMT, ausgeweitet. Das AMT ist eine alternative Methode, die individuelle Steuerverpflichtung zu berechnen. Ursprünglich sollte sie nur auf die Superreichen angewendet werden; nun aber können auch Millionen anderer USBürger darauf hoffen, weniger Steuern zahlen zu müssen.

– Suspendierung der Marktpreisbewertung von Vermögenstiteln: Die Aufsichtsbehörden veröffentlichten am Dienstag eine Erklärung, die den Unternehmen mehr Spielräume bei der Bepreisung hochkomplexer Vermögenstitel gibt, für die sich keine Käufer finden lassen. In die gestrige Vorlage wurde nun ein Passus eingearbeitet, der es der Aufsichtsbehörde SEC erlaubt, die Mark to Market-Vorschrift vorübergehend außer Kraft zu setzten, macht dies allerdings nicht zur Pflicht. Sie sieht zudem vor, eine Studie in Auftrag zu geben, wie die Mark to Market-Methode die Bankbilanzen bzw. die Solidität der Institute beeinflusst. Das alles mag die Finanzberichte der Banken „verbessern“, könnte, so die Kritik, aber auch dazu führen, dass die Banken Verluste verstecken.

– Das neue Gesetz erlaubt es zudem der Federal Reserve, Einlagen der Banken bei ihr unverzüglich zu verzinsen. Für diese Maßnahme hatte die Zentralbank schon seit langem geworben, um damit die Reservepositionen präziser managen zu können.

Die Gesetzesvorlage passierte den Senat mit einer satten Mehrheit von 74:25 Stimmen. Die Zustimmung kam aus beiden Lagern und signalisiert damit dem Repräsentantenhaus, dass der Senat der Überzeugung ist, dass das Gesetz von nationalem Interesse ist. Die eindrucksvolle Mehrheit in der ersten Kammer hat die Wahrscheinlichkeit spürbar steigen lassen, dass auch das Repräsentantenhaus der Vorlage zustimmt, die Ungewissheit aber nicht restlos beseitigt.

Wie gut stehen nun die Chancen, dass die Vorlage auch das Repräsentantenhaus passiert?

Die Antwort darauf erfordert eine gründliche Diagnose dessen, was beim ersten Mal schiefging. In der Presse wurde kolportiert, die Republikaner hätten gegen den Plan gestimmt, um ihre Sitze bei den Wahlen im November zu verteidigen. Dies ist völlig falsch. Der bei Weitem größte Anteil der Nein-Stimmen stammte von Republikanern, deren Mandate in den Wahlen gar nicht oder kaum bedroht sind. Von den 133 Republikanern, die den Plan ablehnten, müssen nur 22 mit einem Demokraten um ihren Sitz kämpfen. Das bedeutet, dass 111 der 133 Nein-Stimmen, bzw. 83%, von Republikanern stammten, deren Mandate so gut wie sicher sind. Ihre Entscheidung ist nicht auf die Befürchtung persönlicher oder politischer Konsequenzen sondern auf andere Faktoren zurückzuführen, darunter wirtschaftsphilosophische Überlegungen sowie die grundsätzliche Ablehnung eines Gesetzes, dem zufolge die normalen Steuerzahler die „verdorbenen“ Unternehmen der Wall Street retten sollen. Die Behauptung, Kongressmitglieder hätten den Plan abgelehnt, um ihre politische Karriere zu sichern, trifft auf die Demokraten ebenso wenig zu. Von den 95 Demokraten, die mit „Nein“ stimmten, verfügen ganze 83 (bzw. 87%) über sichere Mandate. Ihre Opposition hatte andere Gründe, einschließlich des Unmuts bezüglich der Exzesse unvorsichtiger Bankmanager sowie der Überzeugung, Programme einzufordern, die eher den niedrigen und mittleren Einkommensklassen als den großen Banken zu Gute kämen. Somit war die repräsentative Demokratie für die Niederlage des Gesetzes verantwortlich – und nicht überwiegend eigennützige Interessen von Mitgliedern des Repräsentantenhauses.

Die Modifikationen, die in die gestrige Senatsversion eingingen, haben durchaus das Zeug dazu, diejenigen im Repräsentantenhaus, die zuvor noch mit nein gestimmt hatten, dazu zu bewegen, ihre Meinung zu ändern. Andererseits besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass diejenigen, die noch mit ja gestimmt haben, die Änderungen nun nicht mehr mittragen könnten. Dazu könnten einige Demokraten zählen, die gegen Steuersenkungen für Unternehmen plädieren, die nicht durch entsprechende Steueränderungen bzw. Ausgabenkürzungen gegenfinanziert sind und so ein Anschwellen des Haushaltsdefizits verhindern. Es ist daher fast unmöglich vorherzusagen, wie die Abstimmung im Repräsentantenhaus ausgeht, die wahrscheinlich am Freitag stattfindet.

Konsequenzen für die Federal Reserve

Ungeachtet der engen Verbindung von Bernanke und Paulson, sowohl in der Anhörung vor dem Kongress in der letzten Woche als auch in anderen Punkten, hat die Fed ihre Aktivitäten weitgehend unter dem Motto „business as usual“ fort gesetzt. Das bedeutet, dass die Notenbank das US-Finanzsystem weiterhin mit Liquidität überschwemmt und dabei herkömmliche Instrumente einsetzt – solche, die letztes Jahr entwickelt wurden, sowie Instrumente, die sich erst in den vergangenen Wochen herausgebildet haben,. Zudem hat die Fed den Umfang und die Reichweite von Währungsswaps mit anderen Zentralbanken enorm ausgeweitet, um diesen Banken zu ermöglichen, ihre eigenen Finanzmärkte direkt mit US-Dollar zu versorgen. Dennoch verharrt die Federal Funds Rate weit über dem Zielsatz. In dieser Woche lag sie zu einem bestimmten Zeitpunkt sogar bei 7%, während der Zielsatz unverändert 2% betrug.

Die Forderungen, die Fed solle die Zinsen senken, um „die Marktpsychologie zu verbessern“ wurden von Vertretern der Fed zurückgewiesen. Eine solche Maßnahme könnte, da die Fed Funds immer noch deutlich über dem Zielsatz liegen, genau die umgekehrte Folge haben und bei den Marktteilnehmern neue Befürchtungen bezüglich der Gesundheit des Finanzsystems auslösen. Angesichts der Ereignisse um Washington Mutual und Wachovia, die nur eineinhalb Wochen zurückliegen, ist dies keine unbegründete Sorge. Es ist besser, die Märkte auf technischem Wege mit Liquidität zu versorgen, anstatt zu versuchen, die Marktpsychologie zu manipulieren. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht derzeit eindeutig Washington (oder wo auch immer die Präsidentschaftskandidaten ihren Wahlkampf führen). Der freie Fall des ISM-Einkaufsmanagerindex gestern, als er von 49,9 Punkten auf nur noch 43,5 Zähler und damit auf den niedrigsten Stand seit der letzten Rezession absackte, hat noch einmal nachdrücklich klar gemacht, wie groß die Abwärtsrisiken für die US-Wirtschaft wirklich sind. Das hat sicherlich Einfluss auf die kommenden Zinsentscheide. Das letzte Wort darüber, ob die Fed ihren Senkungszyklus doch noch aufnimmt, hängt wohl davon ab, ob die Talfahrt am Arbeitsmarkt unverändert anhält.

Autor: Roger Kubarych

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Grass – fett – or black Monday 15th of September

Verfasst von aktiengutachten am 15. September 2008

Zwei weitere Investmentbanken hat´s erwischt - Lehman Brothers (a) und Merill Lynch (b): a geht in Konkurs und b schnappt sich die BANK of AMERICA. Somit gilt: aus fünf macht zwei (Investmentbanken in den USA. Fett – grass – whow!
Und Sie als Investor? Erstmal sollten Sie keine Zertifikate kaufen – als Anleihen der Bank müssen Sie damit rechnen, kein Geld zu bekommen wenn die emmitierende Bank in Konkurs geht.

Und wer weiß eigentlich wirklich wie es unseren Banken geht? Die sachlogische Verflechtung der Banken macht zur Zeit eine Bewertung unmöglich – auch für Ratingagenturen wie uns Bear Stearns gezeigt hat.

Also: abwarten (und nicht mal einen Leerverkauf machen – abwarten!!). Wie lange? Abwarten!

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Alles wieder in Butter? Börse auf Allzeithoch…

Verfasst von aktiengutachten am 21. Oktober 2009

Diskutiert wird zur Zeit ob der DAX 6100 Punkte erreicht – und nicht unbedingt ob die bisherige Erwartung der Anleger auf eine Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise erfüllt wird. Dies sei eh alles schon eingepreist. Vielfach wird von Bodenbildung gesprochen. Auch zeigen die Quartalsberichte der Großunternehmen in den USA und Deutschland wieder Gewinne. Wenn auch die Ergebnisse von DAIMLER und DEUTSCHE BANK stark als beschönigt gelten.

Alles in Butter?

Nein – leider mitnichten. Die Charttechniker warnen – 6100 und nicht mehr. Evtl. werden Crashs vorausgesagt – abwärts bis 5100 or whatever. Eine 2.te Subprimekrise wird heraufbeschworen, die riesigen Kreditprobleme der US-Bürger und der hoch verschuldete US Staat kommen immer mehr in die Diskussion.

Wie geht es weiter?

Aufgrund der momentanen enormen Geldmengen, der Verpflichtung der Fondsgesellschaften Geld auch in Aktien anzulegen. der Einflussnahme der Großbanken werden die Indices förderhin (beruhigenderweise?) nicht mehr den niedrigen Wert vor der Krise erhalten. Wer jetzt in Aktien oder besser in ETF einsteigen möchte ist unbestritten spät dran und sollte unbedingt den Chartanalysten Glauben schenken. Denn die Charttechnik wird von den Investmentgesellschaften und Banken genutzt – auch wenn viele von der Chartanalyse nichts halten. Viel Luft in den USA und Europa nach oben ist zur Zeit nicht in Sicht. In diesem Sinne hiesse es abwarten, um später wieder einzusteigen.

Flucht nach Asien?

In Asien, insbesondere China, werden nicht nur aufgrund der Binnennachfrage weitere Indices Steigerungen erwartet. Das (US/europäische) Kapital flüchtet zur Zeit in diesen Hafen und bildet evtl. eine neue (Vietnam-) Blase aus.

BRIC al die Lösung?

Brasilien scheint sein Top zu erreichen, Indien zeigt stetiges Wachstum, Russland holt in Abhängigkeit des Ölpreises auf. Grundsätzlich ist primär Russland interessant – die Koppelung zu den Rohstoffpreisen allerdings ist gegeben.

FOREX Handel

Vielleicht die Alternative: Handel der Devisen Euro/Dollar? Wir müssen in Bälde von Seitwärtsbewegungen der Indices in Euroland und Dow Jones ausgehen. Dann bestimmt.

Rentenpapiere

Bei den Renten ist z.Zt. die Tendenz einer Überhitzung angesagt. Es empfiehlt sich hier, unabhängig von der sehr geringen Verzinsung, nicht einzusteigen. Industrieanleihen der großen DAX Unternehmen, zur Zeit aufgrund Liquiditätsengpässen ausgegeben, können interessant sein. Wenn sie eben nicht von Arcandor sind…

Alles in Edelmetalle?

Der schwache Dollarkurs und die momentane Denkweise zur Aktienanlage haben die Edelmetall-Alternativen wieder in den Fokus gerückt – unabhängig wieder einmal der realen Nachfrage der Industrie wie beim Rohöl. Und wir Privatleute? Wir können gerne in Silber – aber in Münzen. Denn diese sind in Deutschland auch als Zahlungsmittel anerkannt. (Die ETFs bei denen real physisches Gold gekauft und hinterlegt wird – evtl. auch. Nur  meist ist es verbrieft über eine Bank – und wenn es der nicht gut geht, sehe ich kein Gold mehr.)

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Ist mein Erspartes sicher?

Verfasst von aktiengutachten am 6. Oktober 2008

Alles zum Thema EINLAGENSICHERUNG findet man unter www.tagesschau.de . Gut erklärt.
Wir schreiben eine Zusammenfassung.

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Regierungserklärung am Dienstag

Verfasst von aktiengutachten am 6. Oktober 2008

Zur Finanzkrise wird es am 07.10. eine Regierungserklärung geben.

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…und die Banken streiten sich um ihrer selbst…

Verfasst von aktiengutachten am 6. Oktober 2008

Die Schlussmeldung des Handeltages in den USA am 06.10. , der die Talfahrt vom Wochenende fortsetzte (mit einem Rebound in der letzten Handelsstunde des Dow Jones) zeigt die „Stimmung“ im Finance Bereich. Bildhaft gesprochen stürzen sich die Pleitegeier auf ihresgleichen und zerreißen ihre halbtoten bisherigen Mitstreiter im Milliarden-Poker fauler Krediten-Wundertüten…

Zitat dpa-afx:
„Wiederholt standen vor allem Finanzwerte im Mittelpunkt des Interesses: Im Übernahmekampf um die viertgrößte US-Bank Wachovia steht US-Medien zufolge als Kompromiss eine Zerschlagung des Instituts zur Diskussion. Die beiden Kaufinteressenten Citigroup und Wells Fargo verhandelten über eine Aufteilung der Bank, berichtete das „Wall Street Journal“. Citigroup verklagte Wachovia zugleich auf Schadensersatz und Strafzahlungen von insgesamt 60 Milliarden Dollar (44 Mrd Euro), wenn die bereits vor einer Woche verkündete Übernahme scheitern sollte. Die US-Notenbank dringt wegen der prekären Schieflage von Wachovia auf eine rasche Einigung.

Die Citi-Aktien verloren 5,12 Prozent auf 17,41 Dollar und die von Wachovia sanken um 6,92 Prozent auf 5,78 Dollar. Wells Fargo hielten sich dagegen mit minus 2,66 Prozent auf 33,64 Dollar vergleichsweise moderat.

Der Finanzkonzern Bank of America (BoA) stimmte nach der Übernahme des US-Immobilienfinanzierers Countrywide einem Milliardenvergleich zugunsten amerikanischer Hausbesitzer zu. Rund 400.000 in Not geratene Kreditnehmer sollen Erleichterungen von insgesamt mehr als 8,4 Milliarden Dollar erhalten. Die Einigung ist Behörden zufolge der bislang größte Vergleich dieser Art in den USA und soll den Weg für weitere Abkommen mit anderen Banken ebnen. Die BoA-Aktie gab als schwächster Wert im Dow Jones um 6,55 Prozent auf 32,22 Dollar nach. Auch andere Bankenwerte zeigten sich sehr schwach: JPMorgan büßten 4,14 Prozent auf 44,00 Dollar ein und Merrill Lynch verloren 9,26 Prozent auf 24,20 Dollar. …“

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Deutschland – Hypo Real: aber nein- aber ja – aber nein – aber doch

Verfasst von aktiengutachten am 6. Oktober 2008

BERLIN (Dow Jones)–Bund und Banken haben sich am späten Sonntagabend (07.10) auf ein
Rettungspaket für die Hypo Real Estate Group (HRE) geeinigt. Das gab das
Bundesfinanzministerium (BMF) als Ergebnis der Verhandlungen über die Zukunft
der HRE bekannt, die am Sonntag in Berlin stattgefunden hatten. Die HRE soll
demnach einen zusätzlichen Kredit von 15 Mrd EUR erhalten, für den die Regierung
aber nicht zusätzlich bürgt.

Nach der Einigung auf das Rettungspaket steht nun offenbar die Zukunft des
HRE-Aufsichtsratsvorsitzenden Kurt Viermetz und des Vorstandsvorsitzenden Georg
Funke auf der Agenda. „Das wird Thema der nächsten Tage“, erklärte der Sprecher
von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, Torsten Albig.

Bei der Sitzung habe es entsprechende Forderungen gegeben,
gesellschaftsrechtlich hätte es dort aber keine Handlungs-Möglichkeiten gegeben.
Die Banken hatten bei der Sitzung Verhandlungskreisen zufolge als Bedingung für
weitere Hilfen den Rücktritt von Viermetz und Funke gefordert.

„Die Bundesregierung, die Deutsche Bundesbank und die Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht sowie die Spitzenvertreter der deutschen Kredit-
und Versicherungswirtschaft haben heute eine Lösung für die in den letzten Tagen
zusätzlich entstandenen Liquiditätserfordernisse der Hypo Real Estate Group
(HRE) erzielt“, betonte das Finanzministerium in einer Mitteilung.

„Dafür wird der Finanzsektor der HRE-Gruppe neben dem von der Deutschen
Bundesbank und dem Finanzsektor zur Verfügung gestellten Kreditlinien in Höhe
von 35 Mrd EUR einen weiteren, ebenfalls besicherten Liquiditätskredit in Höhe
von 15 Mrd EUR gewähren.“

Für diese zusätzlichen 15 Mrd EUR kämen allein die Privatbanken auf, sagte Albig
zu Dow Jones Newswires. Grundlage des zusätzlichen Kredites sei eine
„Erweiterung der Beleihbarkeit der Sicherheit der HRE“. Das BMF betonte, mit
dieser gemeinschaftlich gefundenen Lösung werde „das Institut stabilisiert und
damit der Finanzplatz Deutschland in schwierigen Zeiten gestärkt“. Der vom Bund
zur Verfügung gestellte Bürgschaftsrahmen von bis zu 35 Mrd EUR bleibe
unverändert.

Bis zu einer Gesamthöhe von 14 Mrd EUR trägt laut der Erklärung der Finanzsektor
60% und der Bund 40% der möglichen finanziellen Belastungen, die sich aus einer
Inanspruchnahme der Garantie ergeben könnten.

Der Münchener Immobilienfinanzierer kämpfte um seine Existenz, nachdem der
ursprüngliche Rettungsplan von Banken und Regierung am Samstag überraschend für
gescheitert erklärt worden war. Mehrere Finanzinstitute hatten ihre Zusage einer
Beteiligung an der Bürgschaft über 35 Mrd EUR nicht mehr aufrecht erhalten.
Medien hatten berichtet, der Finanzbedarf des Instituts könnte sich statt über
die zugesagten 35 Mrd EUR allein bis Jahresende auf bis zu rund 50 Mrd EUR und
bis Ende 2009 auf bis zu 100 Mrd EUR belaufen. HRE hatte die letzt genannte Zahl
allerdings am Sonntag dementiert.

Die Hypo Real Estate war durch Liquiditätsprobleme ihrer in Irland ansässigen
Tochter Depfa in Schwierigkeiten geraten. Der Bund hatte bei der ersten
Rettungsaktion zugesagt, bei der Bürgschaft für HRE Garantien in Höhe von rund
26,6 Mrd EUR zu übernehmen. Für die übrigen 8,5 Mrd EUR sollen die Banken
bürgen.

***

Nach dem klaren NEIN am Samstag nun ein JA. Der Bundesregierung. Es muss doch alles recht GRASS/Fett sein…

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USA: Rettungsplan nun doch verabschiedet

Verfasst von aktiengutachten am 6. Oktober 2008

03.10. WASHINGTON (dpa-AFX) – Große Erleichterung für US-Banken und die Finanzmärkte in aller Welt: Nach zweiwöchigem dramatischen Tauziehen ist der 700 Milliarden Dollar schwere Rettungsplan für den amerikanischen Finanzsektor unter Dach und Fach. Nach dem Senat stimmte am Freitag auch das Abgeordnetenhaus dem Paket zu, mit dem der eingefrorene Kreditfluss der Banken wieder in Gang gesetzt werden soll. US-Präsident George W. Bush habe das Gesetz kurz darauf unterzeichnet, berichtete der US-Nachrichtensender CNN.  (Quelle: dpa-afx)

Nach der ersten „Hilfe“ von 150 Mrd. Dollaer geht´s also nun weiter. Und wie sieht´s in Deutschland aus…?

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Keine Investment-Bank mehr in den USA

Verfasst von aktiengutachten am 2. Oktober 2008

Der Commerzbank-Dienst schrieb hierzu am 01.10.2008:

„Ein Stück Finanzgeschichte geht zu Ende: Unter dem Druck der Finanzmarktkrise geben mit Goldman Sachs und Morgan Stanley die zwei letzten verbliebenen Investmentbanken ihren rechtlichen Sonderstatus auf und werden zu gewöhnlichen Geschäftsbanken. Investmentbanken entstanden in den USA mit der Einführung des Glass-Steagall Act im Jahr 1933. Nach der Weltwirtschaftskrise reagierte die Regierung um Roosevelt mit diesem Gesetz auf die große Bankenpleite 1929. Ziel war es, relativ sichere Geschäftsbanken für Privatkunden von Investmentbanken, die weitaus stärkeren Risiken unterliegen, zu trennen. Während sich die Geschäftsbanken auch über Einlagen finanzieren können – dafür aber einer schärferen Aufsicht unterliegen – sind die Investmentbanken auf das Vertrauen Ihrer Handelspartner angewiesen und können höhere Risiken eingehen, da sie kein Geschäft für „jedermann“ anbieten. Das Misstrauen der Finanzinstitute untereinander riss die letztgenannten Institute jedoch in die Tiefe. Zuerst wurde Bear Stearns im März an JP Morgan Chase zwangsverkauft, dann meldete Lehman Brothers in der vergangenen Woche Insolvenz an und Merrill Lynch rettete sich in die Arme der Bank of America. Die verbliebenen Goldman Sachs und Morgan Stanley umgingen mit der Aufgabe ihres Sonderstatus ihr aktuelles Refinanzierungsproblem und sicherten sich den Zugang zu Notenbank-Krediten. Neben der erleichterten Kreditaufnahme bei der Fed erlangen die Institute damit außerdem Vorteile bei der Bilanzierung. Im Gegenzug müssen sie sich zukünftig aber stärker einschränken und unterliegen anderen Kontrollen, Regeln und Kapitalanforderungen. In diesem Zusammenhang wird erwartet, dass die Aufsichtsbehörden auf eine deutlich niedrigere Verschuldung drängen, so dass über einen geringeren Hebel auch die Aussicht auf die zum Teil exorbitanten Gewinne der letzten Jahre schwindet.“
Das war´s. Von 5 auf 0 (in Worten: Null).

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Postbank: Bieterkampf beginnt nun offiziell

Verfasst von aktiengutachten am 26. Mai 2008

MIt dem Fronleichnam-Feiertag (nicht in allen Bundesländern…) gab es nun die ersten Announcements der Interessierten und schließlich der Postbank selbst.

Vorschlag: WAVE XXL Call auf Deutsche Postbank (WKN DB8N77); Hebel 2,78; Stopp Loss 42,90 (entspricht in etwa dem Tiefskurs innerhalb eines Jahres); Laufzeit: open end.

http://www.ariva.de/deutsche%20postbank-aktie

Im Herbst spätestens sei die Übergabe erfolgt, so die Dt. Post.

Derivat im Internet:
http://www.de.x-markets.db.com/DE/showpage.asp?pageid=84&inrnr=395&pkpnr=201011&inwpnr=26

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